Tipps zur Hochzeitsfotografie

Liebe Brautpaare,

unendlich viele Dinge gibt es bei der Planung einer Hochzeit zu beachten. Damit die Auswahl des Fotografen etwas einfacher fällt und Ihr auch genau die Bilder erhaltet, die Ihr Euch wünscht, habe ich hier für Euch einige Tipps aus dem Blickwinkel eines Fotografen zusammengetragen.

  • Achtet bei der Suche nach EUREM Hochzeitsfotografen besonders auf den Bildstil und die Art der Bildbearbeitung, die der Fotograf zeigt. Seht Euch also aufmerksam z.B. die Website des für Euch interessanten Fotografen an.
  • Persönlicher Kontakt zum Hochzeitsfotografen ist sehr wichtig. Ihr müsst Vertrauen in ihn haben. Schließlich nimmt er an einem außerordentlich persönlichen Ereignis von Euch teil, Eurer Hochzeit!
  • Ein Vorgespräch mit Ablaufplanung ist wichtig für gute Hochzeitsfotos. Hierbei erfahren beide Seiten was dem „Gegenüber“ besonders wichtig ist und was nicht.
  • Ein Vertrag mit dem Fotografen sollte obligatorisch sein. Er regelt schriftlich alle vereinbarten Punkte und bietet für beide Seiten Sicherheit.
  • Fragt genau nach, ob im Angebot des Fotografen alle von Euch gewünschten Leistungen enthalten sind. (Nutzungsrechte, Abzüge, Bildbearbeitung, Auflösung der Fotos, Daten ohne Wasserzeichen ect.) Es gibt viele Fotografen die für bestimmte Leistungen Extrakosten berechnen.
  • Für eine Hochzeitsreportage benötigt jeder Hochzeitsfotograf ausreichend Zeit. Um diesen schönen Tag umfassend wiedergeben zu können, solltet Ihr mit dem Fotografen mindestens 6, besser 8-10 Stunden Zeit für die Reportage vereinbaren.
  • Während einer Hochzeitsreportage entstehen gewöhnlich sehr viele Fotos. (meist ca. 3000-5000) Diese müssen nach einer Hochzeit ALLE einzeln gesichtet, bewertet und ausgewählt werden. Im Schnitt schaffen es dann ca. 10-20% der Aufnahmen in die „Endrunde“.
    JEDES dieser Bilder wird von einem anspruchsvollen Fotografen für eine perfekte Bildwirkung digital bearbeitet. Wenn Euch also ein Fotograf anbietet, Fotos direkt am Abend oder am nächsten Tag auf CD zu liefern, dann wisst Ihr, was Euch für Bilddaten erwarten…  (Bedenkt, dass selbst bei sehr routinierten Fotografen für die Nachbearbeitung der Bilder mindestens die doppelte Arbeitszeit aufgewendet werden muss, die für die Reportage vereinbart wurde)
    Hochzeitsfotografie ist ein Saisongeschäft, eine Wartezeit von 2-6 Wochen für die vollständige Bearbeitung und Lieferung aller Bilder muss kein Anzeichen für einen schlechten Fotografen sein… Sicher werdet Ihr schon erste Aufnahmen als „Vorschuss“ (z.B. für Dankeskarten) erhalten können.
  • Sagt dem Hochzeitsfotografen, was Euch wichtig ist und auch unbedingt, was Ihr gar nicht wollt! Lasst Euch aber auch, nach Möglichkeit, auf seine Ideen ein. Schließlich wollt Ihr ja auch Bilder in der Art, wie Ihr sie bereits von diesem Fotografen gesehen habt.
  • Achtet bei der Planung darauf, dass genug Zeit zwischen allen Terminen liegt. Eine „Hetzjagd“ ist das Letzte was Ihr Euch zu Eurer Hochzeit antun solltet !!!
  • Eine standesamtliche und kirchliche Trauung am gleichen Tag sind oft sehr anstrengend. Überlegt in Ruhe, ob Ihr Euch das zutraut. Standesamtliche Trauungen dauern meist etwa 20-40 Minuten, kirchliche Trauungen fast immer deutlich länger, meist 50-90 Minuten.
  • Neben dem Brautstrauß ist eine schöne Blumendekoration ein wichtiger Teil Eurer Geschichte und soll auch auf den Hochzeitsfotos schön aussehen.
  • Plant für Frisur und Make-up der Braut mind. zwei Stunden. Für das Ankleiden des Bräutigams zwanzig bis dreißig Minuten. Auch bei ihm kann ein leichtes Make-up geplant werden.
  • Bei Brautkleidern mit größeren Reifringen wird das Fotografieren der Porträts meist schwieriger. Oft kommt der Bräutigam nicht nah genug an die Braut heran um eine natürliche Pose einzunehmen.
  • Für das Make-up ist ein schöner, heller Raum, am besten mit Tageslicht ideal. So können die Visagistin und der Fotograf am besten arbeiten. Ein großer und schöner Standspiegel ist toll. Damit sind sehr interessante Fotos möglich. Sucht im Zweifelsfall nach einem geeigneten Hotelzimmer für diesen Zweck. Diese Investition lohnt sich!
  • Fragt den/die Visagist/in, Friseur/in wie sie selbst bei Ihrer Arbeit gekleidet sein werden. Zu legere Kleidung wirkt unpassend auf den Reportagebildern.
  • Ein oder zwei kleine Geschenke, oder einige handgeschriebene Zeilen für die Braut, von ihrem werdenden Gatten, die „SIE“ während der Vorbereitungen öffnen / lesen darf, sorgen für ungestellte Emotionen und sind eine tolle Einstimmung auf das Eheversprechen.
  • Bitte vorher klären, ob oder mit welchen Einschränkungen das Fotografieren in Kirche oder Standesamt erlaubt ist.
  • Bestimmt einen Helfer, der dafür sorgt, dass die Gäste in Kirche oder Standesamt auch in den vorderen Reihen sitzen. Oftmals sind diese Reihen eher leer.
  • Wird der Brautstrauß draußen und bei Tageslicht geworfen, lassen sich leichter bessere Fotos davon machen.
  • Für die zeitliche Planung des Paarshootings berät Euch jeder Fotograf gerne. Hier gilt es, neben dem Ort, auch eine für die Jahreszeit geeignete Tageszeit und Dauer auszuwählen. Auch das (nicht planbare) Wetter spielt natürlich eine große Rolle. Sicher können auch in zwanzig Minuten einige schöne Porträts fotografiert werden. Für die meisten Paarshootings ist jedoch eher eine Stunde üblich. Für mehrere Locations und viele Bilder, solltet Ihr besser insgesamt zwei Stunden einplanen.
  • Die Organisation und Umsetzung von Gruppenfotos benötigt, je nach Art und Gästeanzahl, bis zu 20 Minuten Zeit und wird oft von einigen Gästen als ermüdend oder langweilend empfunden. Entscheidet selbst, wie wichtig Euch ein „klassisches“ Gästefoto ist. Vielleicht sind ungezwungene oder spaßige Fotos einzelner (kleinerer) Gruppen eine Alternative?
  • Himmelslaternen sind für Fotos toll. Leider sind sie in vielen Bundesländern (z.B. in Sachsen) verboten, bzw. man benötigt eine gesonderte Genehmigung dafür. Informiert Euch daher zwingend bei der „deutschen Flugsicherung GmbH“ (www.dfs.de) oder generell unter: http://himmelslaterne.info/
  • Bucht beim Fotografen lieber ein Reportagepaket von Vorbereitung bis Brauttanz anstatt z.B. von Trauung bis Mitternacht. Für die Story des Tages, oder später im Hochzeitsalbum, sind die Vorbereitungsfotos viel berührender als einige Tanzbilder mehr.
  • Denkt daran, auch für den Fotografen, je nach Reportagedauer, eine oder mehrere kurze Pausen einzuplanen, in denen er (genehmigt) Zeit hat z.B. einen Snack zu sich zu nehmen.